Friedensausschuss
(0)Wir sind aufgerufen „in dem Geist und der Kraft zu leben, der die Ursache aller Kriege vermeidet.“ Haltet ihr unser Zeugnis gegen jeden Krieg, gegen alle Kriegsvorbereitung als unvereinbar mit dem Geist Christi getreu aufrecht? Erforscht, was in eurem eigenen Leben Samen von Krieg enthalten kann. Haltet an unserem Zeugnis fest, selbst wenn andere Gewalttaten begehen oder vorbereiten: denkt jedoch immer daran, daß auch sie Kinder Gottes sind. [Ratschläge & Fragen, 31]
(1) Wir begegnen immer wieder den dunklen, gewalttatigen oder feindseligen Seiten in uns und ruetteln uns immer wieder auf, um uns nicht bequem in einer ungerechten und friedlosen Welt einzurichten. Wir sind tief ueberzeugt, dass Krieg nicht letztes Mittel der Politik sein darf. Wir lehnen jeglichen Krieg grundsaetzlich ab.
(2)Akuter kriegerischer Gewalt gehen oft lange Phasen der Eskalation chronischer Gewalttätigkeit voraus. Die internationale Gemeinschaft sollte bereit sein, die Gefahren der Eskalation zu erkennen und frühzeitig zu handeln. Wir unterstützen die Ansätze, Methoden gewaltfreier und ziviler Konfliktlösung zu einem wirksamen Instrumentarium der Friedensbewahrung auszubauen. Wir lehnen daher den kostyspieligen Umbau der Bundeswehr zur Interventionsarmee entschieden ab, ebenso den Ausbau der Europäischen Union zu einer Militärmacht.
(3)Wir treten für eine Friedenssteuer ein. Die Bürgerinnen und Bürger sollen ihrem Gewissen folgen dürfen, ob sie mit ihrer Steuer Kriegsvorbereitung unterstützen koennen. Die Menschenrechte für alle Menschen können nur ohne Gewaltanwendung und unter Wahrung des Völkerrechtes durchgesetzt werden. Die atomare Abrüstung, zu der sich die Atommaechte vor Jahrzehnten verpflichtet haben, gehoert auf die politische Tagesordnung. Es ist hoechste Zeit ! Die Quaeker unterstuetzen von Anfang an die Arbeit der UNO, der Ächtung aller Massenvernichtungswaffen auch praktische Schritte folgen zu lassen.
(4)Als Quäker wissen wir um "das von Gott in jedem Menschen". Wir treten entschieden gegen die Verfeindungs- und Verängstigungsstrategie ein, die im Rahmen des "Krieges gegen den Terrorismus" betrieben wird. Der "Politik der Einschüchterung und Demütigung" begegnen wir mit einer Politik des Respekts und der Ermutigung.
(5)Wir helfen – an dem Platz, an den uns das Leben gerade gestellt hat, eine gerechte und mitmenschliche Gesellschaft aufzubauen.
Wir vertrauen auf die Kraft der Güte und auf das, was Liebe vermag.
skaut - 5. Feb, 18:46