Nachrichten

16
Jun
2006

22
Mai
2006

Nachrichten

Nachrichten aus den besetzten Gebieten

sind schwer einzuschätzen. Sehr hilfreich fand ich in diesem Zusammenhang die Ergebnisse einer norwegischen Meinungumfrage dort,
Palestinian Opinions on Peace and Conflict, Internal Affairs and Parliament Elections 2006: klare Bereitschaft zu Frieden und Absage an Gewalt, und ganz klar auch, was dahin führen soll. (knapp 1 MB).

23
Apr
2006

Nachrichten

Iran: don't let it happen

und hier noch ein Appell von Katherine Gun (ich sage: a "patriot act" by some one wo has acted patrioticly before...). Wen das Thema Whistleblowing interessiert, der mag vielleicht auch bei Daniel Ellsberg oder bei der National Security Whistleblower Coalition weiterlesen.

21
Apr
2006

Nachrichten

Iran: Appell des IPPNW zur Verhinderung eines Krieges gegen den Iran

A P P E L L
der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW auf ihrem internationalen Kongress "Zeitbombe Atomenergie. 20 Jahre Tschernobyl" vom 09. April 2006 an die Bundesregierung, die Fraktionen und die Abgeordneten des deutschen Bundestages zur Verhinderung eines Krieges gegen den Iran:

Wir sind im höchsten Maß beunruhigt über die Absicht der Vereinigten Staaten, gegen Iran einen Luftkrieg führen zu wollen, an dem auch die Bundesrepublik Deutschland direkt oder indirekt beteiligt sein wird.

Viele Indizien untermauern unsere Befürchtung: Vor allem die Ablehnung des russischen Kompromissvorschlages durch die USA am 07. März, obwohl Irans Regierung diesem Vorschlag nach schwieriger interner Abstimmung zugestimmt hatte (s. Anlage). Der Artikel von Seymour Hersh in der Zeitschrift "The New Yorker" über die aktuellen Planungen der USA für ein Bombardement des Iran, einschließlich des Einsatzes von Atombomben, alarmiert uns zusätzlich.

Obwohl wir die außenpolitische Haltung der gegenwärtigen iranischen Regierung gegenüber Israel für inakzeptabel halten, hat der Iran ein völkerrechtlich verbrieftes Recht auf Urananreicherung (NPT). Der russische Vorschlag sichert dem Iran dieses Recht prinzipiell zu, unterbindet aber gleichzeitig die industrielle Urananreicherung auf iranischem Boden und erfüllt so die zentrale Forderung der EU und der USA. Im Interesse der Kriegsvermeidung halten wir die Akzeptanz des russischen Vorschlags für notwendig. Dessen ungeachtet lehnen wir selbstverständlich die "friedliche" Nutzung der Atomkernspaltung ebenso wie die militärische weiterhin ab.

Ein Krieg gegen den Iran wird von der Mehrheit der US-Amerikaner abgelehnt. Die unklare Haltung der Bundesregierung und anderer europäischer Regierungen ermutigt jedoch die USA, die Eskalation zuzuspitzen und Gewalt als Mittel zur Lösung des Atomkonflikts einzusetzen, mit oder ohne UN-Sicherheitsrat. Wir dürfen nicht zu Handlangern einer solchen kriegerischen Entwicklung werden!

Deshalb appellieren wir eindringlich an die Bundesregierung, die Fraktionen und alle Abgeordneten des deutschen Bundestages:

- Schließen Sie jetzt unmissverständlich eine deutsche Unterstützung für einen Krieg gegen den Iran aus und erteilen Sie einer Politik der Droheskalation, die unweigerlich in einen Krieg einmündet, eine klare Absage.
  • - Verlangen Sie von der Regierung der Vereinigten Staaten, dem russischen Vorschlag zuzustimmen. Nur wenn es gelingt, einen Krieg zu verhindern und Irans legitime Rechte nicht infrage zu stellen, können die Reformwilligen im Iran wieder die Oberhand gewinnen und die Hardliner um den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad isolieren.
- Treten Sie ein für die Bildung einer Langzeit-Konferenz für Sicherheit und regionale Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten, die auch das Ziel verfolgt, dort - wie in der IAEO-Resolution vom 04.02.2006 hervorgehoben - eine atomwaffenfreie Zone zu errichten, die Israel einschließt. Unternehmen Sie dafür schon jetzt erste Schritte.

Bonn, 09. April 2006
Kontakt: Tel.: Jörg Welke 0177-480 63 90
Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
Körtestr. 10, 10967 Berlin
Fax: 030-6938166
E-Mail: ippnw@ippnw.de; Internetseite: www.ippnw.de


ANLAGE
Hintergrund zum aktuellen russischen Kompromissvorschlag
1. Im Januar 2006 führen Irans Reformer, vor allem der ehemalige Staatspräsident Rafsandschani umfangreiche Gespräche mit der gesamten religiösen Führung, um den Revolutionsführer Ayatollah Khamenei und den gegenwärtigen Staatspräsidenten Ahmadinedschad für einen Kompromiss zu gewinnen.
2. Mitte Februar 2006 veröffentlichten iranische Medien Auszüge aus einer spektakulären Rede von Hassan Rouhani (Rafsandschanis Gefolgsmann und ehemaliger Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates und Irans Verhandlungsführer mit den EU-Drei unter der Regierung Khatami). Darin erklärt Rouhani die bisherige Doppelstrategie des Irans, nämlich die friedliche Nutzung der Nuklearenergie in Verbindung mit der Beherrschung des gesamten Brennstoffkreislaufs für gescheitert. "Wir müssen Geduld haben und zur Beendigung der Aussetzung (der Urananreicherung) andere günstigere Gelegenheiten abwarten. Und wenn wir uns damit abfinden wollen, müssen wir auch alle unsere Möglichkeiten dafür einsetzen und überlegt vorgehen, ohne uns unter Druck zu setzen." (zitiert nach Enghelabe Eslami Nr. 640 (6.-19. März, Paris)
3. Russland unterbreitet Iran Ende Februar einen neuen Vorschlag. Die
iranischen und internationalen Medien berichten über intensive und zähe
Verhandlungen.
4. Die iranische Reformzeitung Shargh berichtete am 05. März über ein aus 6 Paragraphen bestehendes Einigungsdokument zwischen Russland und Iran und zitierte Irans gegenwärtigen Verhandlungsführer Larijani, der nach Gesprächen mit El Baradey gerade nach Teheran zurückkehrte, u. a. mit folgenden Äußerungen: "Über das Recht Irans zur Urananreicherung gibt es keine Diskussion mehr. [.] Die Europäer wollten, dass wir auch die Urananreicherung zu Forschungszwecken im Zusammenhang mit dem russischen Vorschlag aussetzen, was wir aber nicht akzeptieren [.] Urananreicherung zu Forschungszwecken ist für uns nicht verhandelbar. [.] Der russische Vorschlag enthält Forderungen der IAEA und unsere Erwartungen."
Kommentar: Larijani bestätigt indirekt jedoch eindeutig, dass Iran bereit ist,
auf industrielle Urananreicherung auf eigenem Boden zu verzichten.

5. Am 07. März versucht Sergej Lawrow in Washington die US-Regierung für eine Zustimmung zum russischen Kompromissvorschlag zu gewinnen. Präsident Bush und Außenministerin Rice lehnen diesen Vorschlag rundweg ab. Lawrow erklärt noch am selben Tag zur Verblüffung der anwesenden Journalisten den russischen Vorschlag für "nicht existent". Zeitgleich drohte Dick Cheney dem Iran trotz dessen unbestreitbarem Sinneswandel bei einer öffentlichen Veranstaltung, dass die "internationale Gemeinschaft auf bedeutungsvolle Konsequenzen vorbereitet" sei. Stunden später erklärte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad, dem Irans Reformer nach harten Auseinandersetzungen und mit erheblicher Mühe die Zustimmung zum russischen Vorschlag abgerungen hatten, diesen Vorschlag ebenfalls für "nicht existent" und erwiderte Cheneys Drohung seinerseits mit dem Satz "Wer iranische Rechte zu verletzten versucht, der wird das bitter bereuen."
Kommentar: Die Botschaft Irans ist im Umkehrschluss klar erkennbar: der russische Vorschlag steht noch auf der Agenda, sofern die USA ihre Zustimmung signalisieren.

24
Mrz
2006

Nachrichten

THE VINE AND FIGTREE

Als Gegenbild zum völkerrechtswidrigen nuklearen Schrecken und Morden gibt es immer wieder gewaltfreie Aktionen. Ein Ort dafür in Großbritannien is Aldermaston. Hier ist ein schöner Bericht von den Folgen (via TFF)

4
Mrz
2006

Nachrichten

"Keinen Krieg gegen den Iran - für eine politische Lösung!" - Resolution

Die USA scheinen entschlossen, gegen den Iran einen Luftkrieg zu führen. Diesmal könnte es Washington gelingen, die EU vor ihren Kriegskarren zu spannen, wenn sich nicht die Bürgerinnen und Bürger dagegen zur Wehr setzen. Wir lehnen mit aller Entschiedenheit einen neuen Krieg ab. Selbst wenn Teheran Atomwaffen anstrebte, die wir ebenso ablehnen, könnte der Iran auf absehbare Zeit niemanden mit Atomwaffen bedrohen, ungeachtet aller verbaler Attacken des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, die wir scharf verurteilen. Eine friedliche politische Lösung ist also durchaus möglich.
Die Vereinigten Staaten nutzen jedoch die iranischen Atomanlagen nur als Anlass für viel weiter reichende Ziele:

- Der Iran soll zu einer unbedeutenden Macht zurückgebombt werden, um Amerikas Vormachtstellung im Mittleren Osten weiter auszubauen. Deshalb ist zu befürchten, dass außer Atomanlagen auch die Infrastruktur des Landes, wie 1991 im Irak, wichtige Versorgungseinrichtungen wie Ölraffinerien und militärische Ziele bombardiert werden sollen.

- Durch Chaos und Zusammenbruch der Versorgung sollen Revolten der iranischen Bevölkerung mit all ihren ethnischen Minderheiten provoziert und das Islamische Regime durch ein US-freundliches ersetzt werden. Nachdem sie in Afghanistan und Irak militärisch präsent sind, zielen die USA auf die vollständige Kontrolle der Ölquellen und Transportrouten im gesamten Mittleren Osten.

Die US-Regierung scheut wegen eigener Hegemonialinteressen nicht davor zurück, den Weltfrieden zu gefährden und einen Flächenbrand in der Region zu riskieren. Ein Krieg gegen Iran hätte fatale Konsequenzen nicht nur für die Völker im Mittleren und Nahen Osten, sondern auch für Europa. Neue ethnische Konflikte, Bürgerkrieg zwischen Sunniten und Schiiten im Irak, Verwicklung Saudi-Arabiens und Syriens sind sehr wahrscheinlich. Es muss auch mit der Blockade der Öltransportrouten und rasant steigenden Ölpreisen gerechnet werden. Nur Arbeitslosigkeit und Attentate hätten Konjunktur.

Nach den vielen Lügen Washingtons zur Rechtfertigung des Angriffskrieges gegen den Irak braucht die US-Regierung für einen Krieg gegen Iran die moralische Legitimation, wenn nicht gar die Unterstützung der EU-Staaten. Diese Legitimation und Unterstützung darf es nicht geben!

Wir rufen daher Alle auf, sich mit Demonstrationen, Kundgebungen und Resolutionen gegen den geplanten Angriffskrieg der USA zu wehren. Wir, als ein Teil des weltweiten Protestes, wenden uns auch gegen die Drohung mit Krieg als dem sogenannten "letzten Mittel". Krieg ist der große Terror. Wir wollen jedoch Deeskalation, Nichtangriffsgarantien und Gewaltverzicht.

Von der Bundesregierung und der Bundeskanzlerin fordern wir mit Nachdruck:

- Unterlassen Sie jegliche Droheskalation, die unweigerlich in einen Krieg einmündet. Schließen Sie jede deutsche Unterstützung für einen Krieg gegen den Iran und erst recht eine deutsche Beteiligung daran unmissverständlich und grundsätzlich aus. Setzen Sie sich auch innerhalb der EU hierfür ein.

- Treten Sie ein für die Bildung einer Langzeit-Konferenz für Sicherheit und regionale Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten, die auch das Ziel verfolgt, dort - wie in der IAEO-Resolution vom 04.02.2006 hervorgehoben - eine Atomwaffenfreie Zone zu errichten, die Israel einschließt. Unternehmen Sie dafür schon jetzt erste Schritte.

- Treten Sie dafür ein, dass Atomwaffenstaaten ihre Verpflichtung zur Abrüstung ihrer Atomarsenale gemäß Artikel VI des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags endlich erfüllen.

ErstunterzeichnerInnen:
Aachener Friedenspreis e.V., Franz Alt, Bundesausschuss Friedensratschlag, Andreas Buro, Angelika Claussen, Hans-Peter Dürr, Ulrich Gottstein, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges - Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW - dt. Sektion, der Vorstand), Heiko Kauffmann, Kooperation für den Frieden, Mohssen Massarrat, Oskar Negt, Netzwerk Friedenskooperative, Bernhard Nolz, Horst-Eberhard Richter, Horst Schmitthenner, Hans Christoph von Sponeck, Mani Stenner, Peter Strutynski, Frank Uhe, Reinhard Voss, Peter Wahl, Konstantin Wecker.

Presserechtlich verantwortlich: Andreas Buro / Mohssen Massarrat

Unterschriften mit Beteiligung an den Kosten für die Veröffentlichung als Zeitungsanzeige (Einzelpersonen mind. 20,- EUR; Gruppen/Organisationen mind. 50,- EUR)
bitte senden an die
Kooperation für den Frieden, c/o Netzwerk Friedenskooperative, Römerstr. 88, 53111 Bonn,
Tel. 0228/692904, Fax: 0228/692906, per E-Mail an: iranaufruf@koop-frieden.de

16
Feb
2006

Nachrichten

Kooperation für den Frieden zum Irankonflikt

Von: friekoop@bonn.comlink.org Wed, 15 Feb 2006
Drohender Krieg gegen Iran: Vorschläge der Kooperation für den Frieden
Liebe Friedensfreundinnen und -freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,
es kann keinen Zweifel daran geben, dass eine weitere schwerwiegende Eskalation des 2001 begonnenen "Kriegs gegen den Terror" droht: ein Angriff auf den Iran, voraussichtlich mit Luftbombardements, u.U. sogar unter Einschluss von Nuklear-Waffen ("bunker buster"). Begründet wird dies mit dem iranischen Atomprogramm, welches sich aber durchaus im Rahmen dessen bewegt, was nach dem Atomwaffensperrvertrag zulässig ist. Der angedrohte Feldzug des Westens wäre ohne Zweifel ein weiterer völkerrechtswidriger Angriffskrieg und würde die desaströsen Folgen des Irakkriegs noch unabsehbar ausweiten und vertiefen. Anders als gegen den Irak ist die deutsche Bundesregierung diesmal eindeutig auf der Seite der Kriegstreiber, und gerade auch Frau Merkel hat dabei die "rote Linie" der Vorbereitung und der vorbeugenden Rechtfertigung eines Angriffskrieges schon überschritten. Was tun? Wir haben einige Aktivitäten gesammelt, die bereits angelaufen sind oder rasch realisiert werden können und sollten.

1.) Appell an den UN-Generalsekretär: (www.koop-frieden.de) Bereits auf den Weg gebracht wurde auf Initiative von Mohssen Massarrat ein Aufruf an Kofi Annan, der gefährlichen Eskalationsspirale durch die Einrichtung einer Mediationsgruppe mit prominenten früheren Staatschefs der verschiedenen Lager ein Moratorium entgegenzusetzen, welches die nötige Zeit und Vernunft für eine für alle Seiten akzeptable diplomatische Lösung bereitstellen könnte. Der Vorschlag wurde bei unserer Strategiekonferenz diskutiert und fand die Unterstützung der Kooperation sowie einer ganzen Reihe weiterer Friedensorganisationen und Persönlichkeiten; international wird er schon von respektablen Persönlichkeiten und wichtigen Organisationen mitgetragen und wird voraussichtlich noch im Februar 2006 in New York persönlich an Kofi Annan überreicht werden. Umstritten auch in unseren Reihen waren personelle Vorschläge in diesem Appell, insbesondere Gerhard Schröder und Bill Clinton. Klar ist natürlich allen UnterstützerInnen, dass diese beiden Persönlichkeiten keineswegs als Vertreter der Friedensbewegung gesehen werden können (im Gegenteil), wohl aber als intelligente und angesehene Repräsentanten ihrer jeweiligen Machteliten, und darauf kommt es bei dieser Initiative an, die ja keineswegs eine originäre, inhaltliche Stellungnahme der Friedensbewegung selber ersetzen kann und soll! Die Beispielliste der Kommissionsbesetzung wird voraussichtlich eher als Anhang zum Vorschlag selbst überreicht. (Umgehende Unterzeichnung per Mail an friekoop@bonn.comlink.org möglichst nur noch durch Organisationen und Initiativen, die Liste wird geschlossen)

2.) Appell von ParlamentarierInnen und Zivilgesellschaftlichen Organisationen an involvierte Regierungen:(http://www.ippnw.de/index.php?/s,1,52,62,248/o,article,1309/) Auch dieser Appell, in erster Linie an die US-, die iranische und die israelische Regierung gerichtet und von Abolition 2000 (internationales Netzwerk zur Abschaffung von Atomwaffen) initiiert, ist bereits auf dem Weg und wurde am 7.2. veröffentlicht. Er enthält substanzielle Forderungen der Friedensbewegung, insbesondere nach globaler nuklearer Abrüstung und einer atomwaffenfreien Middle-East- Zone, und wurde von einer Reihe internationaler Friedensorganisationen unterstützt. Eine Kurzfassung kann online unterzeichnet werden: http://www.ippnw.de/index.php?/s,1/o,form,20/

3.) Information der Öffentlichkeit und Anfragen an die Bundestagsabgeordneten Dies ist in der jetzigen Phase sicher entscheidend, um noch Einfluss auf die Haltung der deutschen Bundesregierung zu gewinnen, deren Position pro oder contra Krieg von hoher Bedeutung für den weiteren Fortgang ist. Die IPPNW bereitet ein Info-Blatt zur Iran-Krise und einen Musterbrief an die Bundestagsabgeordneten vor (ab Ende dieser Woche unter www.ippnw.de abzurufen), die Kooperation für den Frieden (Andreas Buro) erarbeitet ein Dossier zu Kriegsprävention und Ziviler Konfliktbearbeitung am Beispiel Iran. Eine allgemeine BürgerInneninformation zur Zivilen Konfliktbearbeitung und den Alternativen zu Militärinterventionen und Krieg erscheint in Kürze und ist dann über www.friedenskooperative.de bestellbar. Diese Publikationen können gut für die Aktivitäten örtlicher Gruppen genutzt werden, für möglichst flächendeckend organisierte Diskussionsveranstaltungen und auch für die Ansprache der örtlichen Abgeordneten.

4.) Erarbeitung eines breit unterstützten Aufrufs der Organisationen und Initiativen der Friedensbewegung, der unsere verschiedenen Aktivitäten in einem einfachen und klaren Forderungs- und Vorschlagskatalog an die deutsche Regierung vereint. Veröffentlichung, z.B. per Zeitungs-Annonce; Termin etwa 4.3., vor Ablauf des IAEO-Ultimatums an Iran.

5.) Darin auch Ankündigung von Straßen-Aktionen mit einer ersten Kulmination am 18.3., dem internationalen Tag gegen den Irak-Krieg.

6.) Inhaltliche Verknüpfung der Aktivitäten gegen Irak- und Iran- Krieg u.a. über die Aktionen um den Besuch von Cindy Sheehan, ebenfalls im März. ( u.a. 9.03.06 in Aachen, 11./12.3.06 Zeltlager vor dem Stützpunkt in Ramstein, 14.3.06 Straßburg ...) und bei den Ostermärschen.

7.) Eine breit angelegte Unterschriftenaktion an Bundesregierung und Bundestag, die den Aufruf von Friedensorganisationen (Punkt 4) nochmals Infostand-tauglich verkürzt, die Forderungen des internationalen ParlamentarierInnen-Appells (Punkt 2) aufgreift, aber von Bürgerinnen und Bürgern in der Bundesrepublik an die deutsche Politik gerichtet ist. Ein Text für diese Unterschriftenaktion wird gerade innerhalb der Kooperation für den Frieden und möglichst darüber hinaus abgestimmt. Er wird der bald erscheinenden nächsten Ausgabe der Zeitschrift FriedensForum beigelegt, als PDF-Datei zum Ausdrucken auf unseren web-Seiten zur Verfügung stehen und auch online unterschreibbar sein. Diese auch als Petition an den Bundestag gerichtete Aktion, die etliche Tausende von Unterschriften sammeln soll, ist für Veranstaltungen der nächsten Zeit, Infotische am Aktionstag 18. März und auch noch während der Ostermärsche geeignet. Gesammelte Listen sollen schon im März dem Bundestag überreicht, aber später auch nachgereicht werden, bis die Bundesregierung die Forderungen akzeptiert und umgesetzt hat. 7.) Demonstrationen dezentral und, falls möglich, mit einem Schwerpunkt in Berlin (dort gibt es bereits Planungen für den 18.3. oder 20.3.06)

Die Vorschläge 3.) bis 6.) bzw. ähnliche Vorschläge wurden auch im Bundesausschuss Friedensratschlag in Kassel am 5.2.06 besprochen. Siehe auch
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/presse/2006-02-06.html

Soweit die erste Sichtung der Vorschläge. Bitte teilt uns Eure Ideen dazu und Eure Planungen mit, damit sich ein vielfältiges und doch untereinander abgestimmtes Vorgehen daraus ergeben kann..Insbesondere eigene örtliche Veranstaltungen stellt bitte auch per Mail oder durch online-Eintragung im bundesweiten Terminkalender zur Verfügung. Übrigens nicht nur zum Thema drohender Iran-Krieg, sondern auch zu den Ostermärschen oder den zahlreichen Veranstaltungen zu 20 Jahre Tschernobyl u.v.m. werden dort zentral die Veranstaltungstermine gesammelt.
Mail: friekoop@bonn.comlink.org
Online-Kalender: www.friedenskooperative.de/cgi-bin/termine.pl

Herzliche Grüße Matthias Jochheim, Renate Wanie und Susanne Grabenhorst
SprecherInnen der Kooperation für den Frieden Kooperation für den Frieden c/o Netzwerk Friedenskooperative Römerstr. 88 53111 Bonn Tel. 0228/692904, Fax: 0228/692906 Mail: friekoop@bonn.comlink.org www.koop-frieden.de www.friedenskooperative.de
Spendenkonto: Förderverein Frieden e.V., Kto.-Nr. 33 0 35 bei Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00) P.S.: Das Spendenkonto ist nicht ohne Grund angefügt. Die zahlreichen Aktivitäten der Kooperation für den Frieden und des Bonner Büros des Netzwerks Friedenskooperative sind ohne die politische - aber eben auch finanzielle - Unterstützung zahlreicher engagierter Menschen und Initiativen nicht machbar. Und noch ein Hinweis, da wir schon bei Eigenwerbung sind: Das vom Netzwerk Friedenskooperative herausgegebene Magazin "FriedensForum" spiegelt wie kein anderes Medium die Aktivitäten, Informationen und Diskussionen aus und innerhalb der Friedensbewegung in 6 Ausgabe à ca. 44 Seiten pro Jahr zum Abopreis von 18,- EUR pro Jahr. Die Texte der früheren Ausgaben stehen im web unter www.friedenskooperative.de zur Verfügung. P.P.S.: Diese Rundmail geht an einige tausend Adressen von Initiativen und Gruppen aus der Friedens- und globalisierungs- kritischen Bewegung, Kirchengemeinden, Gewerkschaftsverbänden und Interessierte aus dem Verteiler des Netzwerk Friedenskooperative. Etwaige Doppelungen z.B. durch - sehr erwünschte - Weiterleitungen bitten wir zu entschuldigen.

18
Jan
2006

Nachrichten

Iran

Der Leipziger Philosoph Georg Meggle hat in Telepolis eine bestürzende Analyse über einen Krieg gegen den Iran geliefet. Er sieht eine fast zwangsläufige - "logische" - Entwicklung zu einem (Luft-) Angriffsszenario.

Gedanken zum Iran-Krieg
Bomben auf den Iran? Das ist keine offene Frage mehr. Offen ist nur noch:
* Wann?
* Wer? (Israel? Die USA? Beide? Weitere?)
* Welche Ziele?
* Welche Art von Bomben?
* Warum/Wozu? Und
* Wie sieht die Welt nach diesen Bomben aus?

Er warnt uns:

  • Seien Sie ab sofort grundsätzlich skeptisch gegenüber allen Kriegsberichten – egal, woher diese kommen.
  • Gehen Sie auf Distanz! (Das geht nicht ohne Übung.)
  • Halten Sie sich von jeder Kriegshysterie fern! Vor allem also:
    Schalten Sie bei allen dramatischen TV-Kriegsinszenierungen ab!
  • Greifen Sie lieber zu einem Geschichtsbuch; oder zumindest zu den Videos aus der Zeit unmittelbar vor dem Start des Irakkriegs, März 2003. (Wenn Medien wirklich an Aufklärung interessiert wären, könnten sie uns ja regelmäßig an diese erinnern!)
  • Vergleichen Sie die Lügen von damals mit den Beschwörungen von heute und morgen.
    Falls Ihnen die heutigen Statements nur allzu bekannt vorkommen, so nehmen Sie einfach das Gegenteil an. Probieren Sie es! (Sie werden zunächst erstaunt sein; schon ein paar Wochen später nicht mehr.)

So weit so gut...

Was mich an seiner Argumentation stört, ist gerade ihre scheinbar aussichtslose Stringenz. Es gibt auch andere Stimmen in den USA, die davor warnen, dass die Unterbrechnung der iranischen Ölversorgung im Kriegsfall nicht verkraftbar wäre. Unabhängig von ihrer militärischen Zerstörungskraft sind die USA heute schwächer als vor 3 Jahren.

17
Jan
2006

Nachrichten

Das Pentagon und 'The Pacifist `Threat'

The Pacifist `Threat'
Disclosure Of Recent Government Surveillance Of Quaker Activities Doesn't Surprise Members
January 17, 2006
By FRANCES GRANDY TAYLOR, Courant Staff Writer

SYLVIA-HOLDEN-and-Christopher-McCandless
A group of Quakers who were protesting military recruitment efforts at a Florida high school recently learned their meeting was included on a secret Pentagon database of "suspicious incidents." When that news broke last month, it had a familiar ring for many American Quakers. Don Weinholtz, a Quaker who lives in Windsor. "It just seems to be a very unfortunate natural course of events."

The Religious Society of Friends is one of the largest groups of Quakers in the United States, with about 600,000 members worldwide. They embrace beliefs, called testimonies, that include peace, equality and rejection of war in all its forms.

Quaker groups and members have come under government surveillance and infiltration at various times in history, from the McCarthy era to Vietnam. The pacifist church was in the forefront of protest in the run-up to the Iraq war and since then has worked to counter military recruitment efforts in high schools.

"There are points in time where it is just a bedrock matter of faith that Quakers feel they must step forward," says Weinholtz, a member of the Hartford Quaker Meeting.

zum weiterlesen bitte in den Kommentar schaun ... danke!
via www.courant.com
[da die Artikel dort nur 2 Wochen sind hab ich alles zitiert;
Hervorhebungen v mir]


weitere Infos http://rawstory.com/admin/dbscripts/printstory.php?story=1700

10
Jan
2006

Nachrichten

Frieden schaffen mit unseren Renten ?

Die größte Bank ist bekanntlich der Staat. Es handelt sich um unsere Einlagen. Wir können verlangen, dass diese rechtmäßig investiert werden - und nicht etwa zur Beteiligung an Völkermord und anderen Verbrechen eingesetzt werden. In Norwegen ist das schon möglich. Auch wir können darauf bestehen.
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